SCHREIBEN UND PHILOSOPHIEREN

Worte sind wie Brücken. Sie können verbinden, tragen und in andere Welten führen.

"Schreiben heißt, sich selber lesen" (Zitat Max Frisch)

 

Schreiben bietet Einsichten in eigene Innenwelten, es drückt aus, was oft nicht ausgesprochen werden kann und will. Es fasst das Ungesagte in Worte. Es zeigt "schwarz auf weiß", was vielleicht unbewusst ist oder was ich vor mir selbst verschweige. Schreiben wirkt.

Schreiben öffnet Räume und kann manch verborgene Schätze an die Oberfläche bringen.

Und: Schreiben macht Spaß. Es kann zutiefst erfüllend und bereichernd sein. 

Papier ist geduldig. Auch manchen Ärger kann ich loswerden, ohne jemanden direkt damit konfrontieren zu müssen.

Schon als Kind habe ich mich in der Welt der Worte und Gedanken wiedergefunden und wohl gefühlt. 

Lesen war mein liebstes Hobby und schon bald habe ich mir ein eigenes Bild über "Gott und die Welt" gemacht.

Dabei war es mir nicht wichtig, dass mein Umfeld mich hin und wieder als Stubenhockerin bezeichnete und ich an manchen Tagen kaum nach draußen zu bewegen war. 

Dennoch verlor ich nie den Anschluss an meinen Freundeskreis. Meine Freundinnen kannten mich und meine "abartigen" Launen. 

Stundenlang konnte ich den Mond, die Sterne, die Bäume, die Schmetterlinge, den fließenden Bach, die Wolken beobachten. 

Mir war damals nicht bewusst, dass die Personen um mich herum mein Denken oft nicht nachvollziehen konnten. 

Viele Fragen beschäftigten mich. Zum Beispiel interessierte mich, warum der Mond denn nicht vom Himmel fällt, warum es Krankheiten gibt und wozu sie dienen, wieso die Bäume wissen, wann der Herbst kommt usw. 

Ich suchte Antworten, die mir oft niemand geben konnte. 

Ich begann zu schreiben. 

 

Schreiben begleitet mich von jungen Jahren an. 

Vor einigen Jahren durfte ich es als heilsames Mittel für mich (wieder)entdecken, das mich durch eine Lebenskrise trug.

Ausdruck meiner Innenwelt, schonungsloser Weg zur Selbsterkenntnis,  Verarbeitung schwieriger Umstände, Aufarbeitung traumatisierender Erlebnisse, Poesie des Alltags und die Dankbarkeit für alles, was ist. 

Meist formten sich meine Worte zu Gedichten. Sie flossen mir zu und wollten sich nach einiger Zeit in die Welt verbreiten.

Ich stellte fest, dass die Menschen Gefallen an meinem Schreiben fanden und veröffentlichte 2016 einen Gedichtband. "Gedankenflüsterei".

 

Seit 2018 leite ich eigene Schreibkreise sowie einige andere Schreibveranstaltungen.

Warum Philosophieren

Das Philosophieren hatte in meinem Leben immer hohen Stellenwert.

Ich finde es wichtig, zu hinterfragen und eigene Antworten zu finden. 

Philosophieren eröffnet mir neue Perspektiven, zeigt mir auf, wo ich meine Sicht- und Denkweisen ändern darf, macht mir klar, dass es viele verschiedene Wege und Ansätze gibt, Dinge zu betrachten und vieles mehr.

Ganz erstaunlich finde ich, dass sich einige Menschen mit vielen Themen einfach nicht auseinandersetzen, sondern nur Meinungen anderer übernehmen. 

Dabei hat doch jede(r) das Recht (und auch die Pflicht), die eigene Wahrheit zu finden und zu leben. 

 

Seit 2019 biete ich Philosophiekreise an.

2020 ist die Idee zu Erzählkreisen geboren.